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.gruppenarbeit.

was erhoffen sich lehrer, pädagogen oder sonstige erzieher vom so genannten "teamwork"?

gut, gruppenarbeit erspart manchen schülern bzw gruppenteilnehmern einige arbeit, besonders denen, die sich auch sonst nie am geschehen beteiligen. aber ist es nicht sinn und zweck der allgemeinen lehrkörper, eben diese menschen in die gruppe einzugliedern, sie zu integrieren, sie zum mithelfen, zum gemeinsammen arbeiten zu motivieren oder es ihnen zumindest ein wenig schmackhaft zu machen, so dass sie auch später ganz gut alleine zurecht kommen und selbstständig arbeiten bzw leben können? wahrscheinlich existieren auch ein paar wenige menschen, die genau aus diesem grund, dem selbstständigen arbeiten, die gruppenarbeit verachten. doch diesen leuten soll gesagt sein, dass es sich gehört, ja, sie sogar aus sozialen gründen dazu verpflichtet sind, sich trotzdem mit den aufgaben der gruppe zu beschäftigen. (natürlich in bzw mit der gruppe, nicht alleine.) doch ich denke, dass sind - wie gesagt - nur die wenigsten, die aus solchen oder ähnlichen gründen dieser weise der aufgabenbewältigung gegenüber nicht gut gesonnen sind.

doch nochmal zurück zur anfangsfrage: was wollen pädagogen mit gruppenarbeit bezwecken? ich finde diese frage sehr berechtigt, da sich meiner meinung nach nicht sehr viele argumente dafür finden lassen, auch wenn ich sagen muss, dass ich gruppenarbeit für mich persönlich sehr effektiv befinde, auch wenn ich nicht immer die positivsten gruppenerlebnisse hatte. doch dazu später mehr.

einerseits spart es zeit, wenn mehreren gruppen verschiedene fragen bzw aufgaben gestellt werden und diese ihre ergebnisse später den restgruppen vorstellen, sodass nicht jede gruppe jedes thema behandeln muss, sonder jede gruppe nur eines. dies hat allerdings zum nachteil, dass sich so genannte "experten-gruppen" herausbilden. diejenigen, die sich intensiv mit einem themengebiet beschäftigt haben, wissen natürlich weitaus mehr und haben viel detailiertere informationen als diejenigen, die hinterher nur ein paar klumpen weisheit vor die füße geworfen bekommen. besonders gruppenarbeiten über größere zeitbestände haben diesen großen, folgenschweren nachteil.

oder wollen sie das gruppengefühl, den zusammenhalt einer bestimmten gruppe von menschen verstärken? nun, auch das scheint nur in den wenigsten fällen zu funktionieren. oftmals gibt es diskussionen, streitereien oder gar größeren zerwürfnissen zwischen den einzelnen gruppenmitgliedern, falls andere meinungen oder ansichten aufeinanderprallen. und dies ist nunmal nicht zu vermeiden, da es so viele verschiedene standpunkte wie menschen gibt. bei größeren gruppen können sich auch "untergruppen" bilden, deren mitglieder dann zwar innerhalb dieser ungewollten gruppen zusammenwachsen, sich zu dem anderen teil der eigentlichen gruppe jedoch weitaus mehr distanzieren als sie sich untereinander näher kommen. folglich kann auch dies nicht ziel einer gruppenarbeit sein.

und da das argument des sich-selbst-und-sich-gegenseitig-motivierens bereits in den meisten fällen widerlegt wurde, bleiben nicht mehr allzuviele möglichkeiten. genaugenommen fast gar keine mehr.

zum schluss möchte ich noch meine persönliche stellung zu der gruppenarbeit preisgeben. ich habe die gruppenarbeit relativ selten als ein positives erlebnis kennengelernt, da lehrer o.ä. meist bewusst darauf achten, dass sich die gruppen aus genauso viel schwächeren und lustlosen wie stärkeren und lernbegeisterten zusammensetzen. somit gibt es also immer welche, die nichts tun und die anderen arbeiten lassen. oftmals bin dann ich die person, an der der großteil der arbeit hängen bleibt. (wobei ich zugeben muss, dass ich gerne auch ein paar aufgaben auf genauso begeisterte abwälze.) dies gilt allerdings nur in gruppen, in denen die restlichen mitglieder nicht arbeiten wollen. Doch gibt es - wie gesagt - auch angenehmere gruppenmitglieder. entweder solche, die genauso viel wissen, oder solche, die genauso viel wissen wollen, es jedoch nicht können oder nicht verstehen. letztere sind mir sogar lieber, auch wenn das einigen vielleicht rätselhaft erscheinen mag. doch indem ich anderen mein wissen zukommen lasse oder anderen helfen kann, fühle ich mich intelligenter und mein selbstbewusstsein steigt um einige punkte auf der skala nach oben. außerdem wiederhole ich den gelernten stoff und lerne mich in diesem gebiet mit den richtig gewählten worten auszudrücken.

also bringt mir gruppenarbeit mit schwächeren, jedoch wissbegerigen mitschülern nur positives ein, auch wenn ich keinen bestimmten vorteil oder sinn aus der sicht der lehrkräfte in der gemeinschaftsarbeit erkennen kann.

21.11.07 19:33





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